Podcast-Apps im Vergleich: die besten Apps für iPhone und Android

Studiomikrofon mit Poppschutz in pinkem Licht

Die eine beste Podcast-App für alle gibt es nicht, aber für fast jeden eine klare Wahl. Auf dem iPhone ist Apple Podcasts der einfachste Start, auf dem Android-Handy Pocket Casts oder das werbefreie AntennaPod. Wer Musik und Podcasts in einer App haben will, bleibt bei Spotify. Zum Hören kosten alle drei nichts.

Unten findest du neun Podcast-Apps im Vergleich, mit Plattformen, Kosten und dem, was jede App besonders macht. Alle Angaben haben wir im Oktober 2026 auf den Seiten der Anbieter und in den App Stores geprüft.

Was ist eine Podcast-App?

Eine Podcast-App abonniert Sendungen, lädt neue Folgen automatisch und spielt sie ab. Hinter fast jedem Podcast steckt ein RSS-Feed: Dort veröffentlicht der Podcast-Macher seine Folgen, die App holt sie ab. Reine Podcast-Player wie AntennaPod lesen jeden beliebigen Feed. Bei großen Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts reicht der Macher seine Show dagegen ein, damit sie in der Suche auftaucht.

Für dich als Hörer heißt das: Fast jeder Podcast läuft in fast jeder App. Die Unterschiede liegen in Bedienung, Werbung, Zusatzfunktionen und der Frage, ob du Musik gleich mit haben willst.

Podcast-Apps im Vergleich: die Übersicht

AppPlattformenKostenBesonderheit
Apple PodcastsiPhone, iPad, Mac, Apple Watch, CarPlay, Browser (damit auch Android)kostenlos, einzelne Abos kostenpflichtigPremium-Abos direkt bei den Machern
SpotifyAndroid, iPhone, Browserkostenlos mit Werbung, Premium 12,99 € im MonatMusik und über 6 Mio. Podcasts in einer App
YouTube MusicAndroid, iPhone, Browserkostenlos mit Werbung, Premium optionalNachfolger von Google Podcasts, Audio und Video
Amazon MusicAndroid, iPhone, Browserkostenlos, mit Prime Top-Podcasts ohne Werbunglohnt sich vor allem für Prime-Kunden
DeezerAndroid, iPhone, Browserkostenlos mit Werbung, Premium 11,99 € im MonatPodcasts auch in der Gratis-Version
Pocket CastsAndroid, iPhone, Apple Watch, Wear OS, Browserkostenlos, Plus 3,99 € im MonatWiedergabelisten, Sync zwischen Geräten
OvercastiPhone, iPad, Apple Watch, Mac mit Apple-Chipkostenlos mit kleinen Werbeeinblendungen, Jahresabo optionalSmart Speed und Voice Boost
AntennaPodAndroidkostenlos, ohne WerbungOpen Source, abonniert jeden RSS-Feed
CastboxAndroid, iPhone, CarPlay, Android Auto, Alexakostenlos mit Werbung, In-App-KäufeAbo-Import per OPML-Datei

Preise: Stand 5. Oktober 2026, laut Angebotsseiten von Spotify und Deezer sowie dem deutschen App Store (Pocket Casts). Anbieter ändern ihre Preise regelmäßig, prüf sie vor dem Abschluss noch einmal.

Die Podcast-Apps im Einzelnen

Apple Podcasts

Auf iPhone, iPad, Mac und Apple Watch ist Apple Podcasts die naheliegende Wahl. Die allermeisten Sendungen hörst du kostenlos. Geld kostet es nur, wenn du ein einzelnes Abo abschließt, mit dem Podcast-Macher Bonusfolgen oder werbefreie Fassungen anbieten. Transkripte zeigt die App in ausgewählten Sprachen.

Seit August 2024 läuft Apple Podcasts auch im Browser unter podcasts.apple.com, laut Apple in 175 Ländern und Regionen. Damit kommst du auch auf einem Android-Handy an die Plattform. Wie du sie dort wie eine App auf den Startbildschirm legst, zeigt unsere Anleitung Apple Podcasts für Android.

Spotify

Spotify ist für viele der Einstieg in Podcasts, weil die App wegen der Musik ohnehin schon auf dem Handy ist. Laut Beschreibung im Google Play Store umfasst der Katalog über 6 Millionen Podcasts. Abonnieren und hören kostet nichts, die Gratis-Version spielt aber Werbung. Premium kostet 12,99 Euro im Monat und ist vor allem für Musikhörer gedacht. Für Podcasts allein brauchst du es nicht.

YouTube Music

Google Podcasts gibt es nicht mehr. Google hat den Dienst 2024 eingestellt, in Deutschland Ende Juni 2024, und schickt Hörer seitdem zu YouTube Music. Im YouTube-Blog hat das Unternehmen den Umzug im September 2023 angekündigt, samt der Möglichkeit, zwischen Audio- und Videofassung eines Podcasts zu wechseln. Die App ist kostenlos mit Werbung, ein Premium-Abo ist optional.

Amazon Music

In Amazon Music hörst du Podcasts auch ohne Mitgliedschaft. Wer Prime hat, bekommt laut Store-Beschreibung die Top-Podcasts ohne Werbung. Als reine Podcast-App ist Amazon Music kein Grund zum Wechseln, für Prime-Kunden aber eine bequeme Option ohne weitere Kosten.

Deezer

Deezer ist in erster Linie ein Musikdienst. Laut Angebotsseite gehören aber schon zur kostenlosen Version tausende Podcasts. Premium kostet 11,99 Euro im Monat. Wenn du Deezer bereits für Musik nutzt, musst du für Podcasts keine zweite App installieren.

Pocket Casts

Pocket Casts ist ein reiner Podcast-Player für Android und iPhone, dazu kommen Apps für Apple Watch und Wear OS und ein Web-Player. Die Grundversion ist kostenlos. Stark ist die App bei Wiedergabelisten, beim Kürzen von Pausen und bei der Synchronisation zwischen Geräten: Du hörst auf dem Handy an, machst am Tablet weiter. Das Abo Plus kostet im deutschen App Store 3,99 Euro im Monat oder 44,99 Euro im Jahr und bringt unter anderem Ordner und Lesezeichen.

Overcast

Overcast gibt es nur für Apple-Geräte. Bekannt ist die App für zwei Funktionen: Smart Speed kürzt Pausen in Gesprächen, ohne dass es abgehackt klingt, und Voice Boost gleicht die Lautstärke an. Das hilft im Auto oder in der Bahn, wenn eine Sendung leise abgemischt ist und die nächste laut. Die meisten Funktionen sind kostenlos und über kleine Werbeeinblendungen finanziert, ein Jahresabo blendet sie aus.

AntennaPod

AntennaPod ist die Wahl für Android-Nutzer, die keine Werbung wollen. Die App ist Open Source, wird von Freiwilligen ohne kommerzielles Interesse entwickelt und abonniert jeden RSS-Feed. Wann Folgen geladen werden, legst du selbst fest, zum Beispiel nur im WLAN. Abos importierst und exportierst du als OPML-Datei, das macht einen späteren Umzug leicht.

Castbox

Castbox läuft auf Android und iPhone, mit CarPlay und Android Auto im Auto und über Alexa auf smarten Lautsprechern. Die App ist kostenlos, zeigt aber Werbung und bietet In-App-Käufe. Abos aus einer anderen App übernimmst du per OPML-Import.

Welche Podcast-App passt zu dir?

Mit dem iPhone fährst du mit Apple Podcasts gut. Wenn du viel hörst und dich stört, dass manche Sendungen leise und andere laut sind, probier Overcast.

Bei Android hängt es von deinen Geräten ab. Hörst du nur auf dem Handy und willst keine Werbung in der App, nimm AntennaPod. Wechselst du zwischen Android-Handy, iPad und Browser, ist die bessere Podcast-App für Android Pocket Casts, weil sie den Hörstand über alle Geräte mitnimmt.

Und wenn Spotify, Amazon Music oder Deezer schon für Musik auf deinem Handy läuft: Bleib dabei. Eine zweite App lohnt sich erst, wenn dir eine bestimmte Funktion fehlt. Die Entscheidung ist ohnehin leicht umkehrbar. Viele Player exportieren deine Abos als OPML-Datei, der Umzug dauert dann ein paar Minuten.

Podcasts kostenlos hören: Wofür zahlst du überhaupt?

Alle neun Apps aus der Tabelle spielen Podcasts kostenlos ab. Bezahlt wird für Komfort und Extras: weniger Werbung in der App, Musik ohne Unterbrechung bei Spotify oder Deezer, Ordner und Lesezeichen bei Pocket Casts. Der einzige Fall, in dem du für Inhalte selbst zahlst, sind Abos einzelner Sendungen, etwa bei Apple Podcasts. Damit unterstützt du direkt die Macher.

Werbung, die ein Macher direkt in seine Folgen einbaut, hörst du dagegen in jeder App. Darauf weist auch AntennaPod auf seiner Website hin: Die App selbst ist werbefrei, die Audiodateien der Podcasts können trotzdem Werbung enthalten.

Für Podcast-Macher: Warum dein Podcast auf allen großen Plattformen liegen sollte

Die Übersicht zeigt das Problem aus Sicht eines Unternehmens: Deine Hörer sind über viele Apps verteilt, und kaum jemand installiert für einen einzelnen Podcast eine neue. Wer seinen Unternehmens-Podcast nur bei Spotify anbietet, verliert alle, die bei Apple Podcasts, Amazon Music oder Castbox hören.

Deshalb veröffentlichen wir die Podcasts, die wir für Kunden produzieren, auf allen großen Plattformen. Technik Teamwork THW, der Podcast des Technischen Hilfswerks, ist zum Beispiel bei Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music, Deezer, RTL+ und Castbox zu finden. Auf der Referenzseite stehen alle sechs Links nebeneinander, so findet jeder Hörer seinen gewohnten Weg.

Der Aufwand dafür ist überschaubar, wenn er von Anfang an mitgeplant ist: ein sauberer RSS-Feed, Cover und Beschreibung in den richtigen Formaten, die Einreichung bei jeder Plattform. Wenn du einen Corporate Podcast produzieren lassen willst, gehört die Veröffentlichung bei uns zum Paket. Wer erst einmal selbst ausprobieren möchte, findet die Grundlagen in unserem Leitfaden für Podcast-Einsteiger.

Erst hören, dann wechseln

Nimm die App, die schon auf deinem Handy ist, und hör ein paar Wochen damit. Erst wenn dich konkret etwas stört, lohnt der Wechsel: zu Overcast, wenn dir die Lautstärke auf die Nerven geht, zu AntennaPod, wenn du keine Werbung in der App willst, zu Pocket Casts, wenn du auf mehreren Geräten hörst. Das Suchen nach der perfekten App kostet mehr Zeit, als ein Wechsel später je kosten wird.

Häufige Fragen

Welche ist die beste Podcast-App?

Für das iPhone ist es meist Apple Podcasts, für Android AntennaPod (werbefrei, Open Source) oder Pocket Casts (Sync über mehrere Geräte). Wer Spotify ohnehin für Musik nutzt, braucht keine zusätzliche App.

Gibt es Google Podcasts noch?

Nein. Google hat Google Podcasts 2024 eingestellt, in Deutschland Ende Juni 2024. Der Nachfolger ist YouTube Music, alternativ kannst du deine alten Abos in jeden Player übernehmen, der OPML-Dateien liest.

Kann ich Podcasts kostenlos hören?

Ja. Alle großen Podcast-Apps, von Apple Podcasts über Spotify bis AntennaPod, spielen Podcasts kostenlos ab. Kosten entstehen nur für Premium-Versionen der Apps oder für Abos einzelner Sendungen.

Gibt es Apple Podcasts auch für Android?

Nicht im Play Store, aber im Browser unter podcasts.apple.com. Die Seite lässt sich auf Android wie eine App auf den Startbildschirm legen. Die einzelnen Schritte stehen in unserer Anleitung für Apple Podcasts auf Android.

Du planst einen eigenen Podcast?

Wir entwickeln und produzieren Podcasts für Unternehmen, vom ersten Konzept bis zur fertigen Folge auf allen Plattformen. Wie das abläuft, steht unter Podcast Produktion. Oder du erzählst uns direkt von deiner Idee.

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